USA sagen “Bye” zum Klimaschutz

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben am 1. Juni 2017 einen historischen Schritt gewagt. Donald Trump erklärte in einer Pressekonferenz den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Ein historischer Schritt, aber geht das wirklich so leicht und was bedeutet das für die Umwelt?

Warum gerade das Thema?

Ich selber bin noch sehr jung und eigentlich ist es in meinem Alter ehr nicht üblich, dass man sich für Politik interessiert. Ich finde genau das aber sehr wichtig, denn unsere Politiker werden immer älter und werden irgendwann in Rente gehen. Dann müssen neue Leute nachrücken, die sich für diese Themen interessieren und sich damit beschäftigen. Dazu kommt auch, dass ich selber noch lange Leben möchte und auch meine Nachkommen sollen noch auf dieser Erde leben können. Deswegen wäre es mir schon wichtig, dass sich jeder Gedanken über das Klima und dessen Schutz machen würde. Wir dürfen alle nur einmal auf diesem einzigartigen Planeten leben!

»America First«

Donald Trump ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und neben seinem Twitter-Profil zeichnet ihn eins aus, die Worte »America Frist«. Diese sagt er immer und immer wieder und er sagt sie nicht nur, nein er meint das ernst. So machte er deswegen auch am 1. Juni 2017 den historischen Schritt und verkündete den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen und den vollen Wiedereinstieg in die Kohleindustrie. Das war im Wahlkampf eines seiner größten Versprechen: Arbeitsplätze auf Kosten der Umwelt. Was ist wichtiger? Ebenso will er die Krankenversicherung »Obama Care« abschaffen, die der 44. US Präsident Barack Obama ins Leben gerufen hatte.

»Pariser Klimaschutzabkommen« – was ist das eigentlich?

Das Pariser Klimaschutzabkommen ist ein Abkommen zwischen 195 Staaten wie zum Beispiel Frankreich, Deutschland oder auch China. Diese haben sich mit diesem Abkommen zum Ziel gesetzt, die Umwelt zu schützen. So soll unter anderem die Erderwärmung reduziert werden, das heißt, das Klima soll sich weltweit maximal um nur noch 1,5 Grad Celsius erwärmen. Natürlich klingt das erstmal nach sehr wenig, dabei ist das schon sehr viel. Das Abkommen hat aber noch viele weitere Ziele, wie den CO2-Ausstoß zu senken und die Kohlekraft zu reduzieren.

 

Clean Power Plan – was ist das?

Der »Clean Power Plan« ist eines der Werke, das Barack Obama während seiner zweiten Amtszeit geschaffen hatte. Bereits in seiner ersten Amtszeit wollte er Amerika umweltfreundlicher und sein Volk zu echten Klimaschützern machen. Dies gelang ihm aber nicht, da sein Projekt vom Parlament abgelehnt wurde. In seiner zweiten Amtszeit nutzte er einen Trick, um dieses Vorhaben nicht vor das Parlament bringen zu müssen. Er bezeichnete das Treibhausgas CO2 als einen gefährlichen Schadstoff in der Luft. Als dieses dann von dem obersten Gericht der Vereinigten Staaten abgesegnet wurde, konnte er über die Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) Maßnahmen einleiten, um sein Volk zu schützen. Am 21. Januar 2016 änderte sich dann die Führung der USA. Damit Donald Trump bei der weiteren Planung keine Probleme bekommen würde, stellte er die EPA vor einige Probleme. So ist im Haushaltsplan keine Finanzierung der EPA geplant gewesen und auch einige Dekrete des Präsidenten sorgten für Ärger. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch dieses Erbe von Donald Trump zerschlagen werden wird.

Warum die Vereinigten Staaten aussteigen wollen

Das Pariser Klimaschutzabkommen ist unter einer anderen Führung entstanden und das ist das Problem. Barack Obama war der, der dem Abkommen 2015 zugestimmt hatte. Er sorgte in seiner Amtszeit dafür, dass der Kohleabbau reduziert wurde, was natürlich auch einige Arbeitsplätze gekostet hat (mehr Infos auf Tagesschau). Am 20 Januar 2017 wurde Donald Trump, der das Pariser Klimaschutzabkommen nicht wirklich mag, als neuer US-Präsident vereidigt. Er begründete am 1. Juni 2017 seinen Ausstieg aus dem Abkommen damit, dass es Amerika nur schaden würde, denn viele Amerikaner arbeiten im Kohleabbau und noch mehr Amerikaner fahren Autos mit (zu) hohen Abgaswerten. Daher findet Donald Trump, dass dieses Abkommen seinem Volk nur schaden und die Amerikaner zu sehr einschränken würde. Diese Ansicht teilt auch ein großer Teil der Amerikaner. So glauben viele, dass es die Erderwärmung gar nicht gibt und dieses nur ein normaler Prozess der Erde ist. Im Vergleich zur Weltbevölkerung glaubt allerdings nur eine Minderheit, d.h. etwa 3%, dass es den Klimawandel und die damit verbundene Erderwärmung nicht gibt (Quelle der Daten: Galileo).

Der Ausstieg sorgt für einige Probleme …

Die Erderwärmung ist ein Problem, das nicht nur ein Land betrifft, sondern die ganze Welt. Auf diesem Planeten lebt nicht nur ein Volk, sondern hier leben 195 Völker und somit 7,44 Milliarden Menschen (2016 siehe Stiftung für Weltbevölkerung). Jeder muss sich früher oder später mit dem Problem der Erderwärmung beschäftigen und Verantwortung für kommende Generationen übernehmen. Dass die USA jetzt aus dem Abkommen aussteigen wollen, sorgt für mehrere Probleme. Es könnte passieren, dass sich noch mehr Länder den Ausstieg aus dem Abkommen überlegen. Daraus würde folgen, dass sich immer weniger Länder um den Klimaschutz kümmern und wir der Erde noch mehr Schaden zufügen. Ein weiteres Problem ist auch, dass der Schritt, aus dem Klimaschutzabkommen auszusteigen, nicht zum Nulltarif zu bekommen ist (siehe Atomausstieg Deutschland). Der Ausstieg hat für die Amerikanische Autoindustrie einen großen Vorteil: Sie muss, sobald der Ausstieg vollzogen ist, nicht mehr auf die Abgaswerte der Autos achten. Ausserdem kann die USA ihren Abbau von Kohle weiter ohne Auflagen betreiben und wieder steigern. Der Abbau von Kohle ist ein gutes Geschäft, denn laut dem Wissensmagazin Galileo, wird Kohle schon für 10 Dollar pro Tonne verkauft (Daten Galileo). Klar, das klingt erstmal nach sehr wenig, denn 10 Dollar sind nicht viel, beachtet man jetzt aber, das in den USA noch Milliarden Tonnen zu holen sind, dann sind 10 Dollar wieder viel.

Was bedeutet der Ausstieg für die Tierwelt?

Das Pariser Klimaschutzabkommen ist auch für die Tierwelt sehr wichtig. Das Abkommen sorgt dafür, dass in der Arktis nicht jeder machen kann, was er will und es soll verhindern, dass sich die Erde weiter erwärmt. Das wirkt sich auch auf die Tierwelt aus, denn die Erderwärmung sorgt dafür, dass Gletscher schmelzen, was zum Beispiel den Lebensraum der Eisbären zerstört. Diese werden aber, wie alle anderen Tiere, in der Nahrungskette gebraucht. Ebenso ist die Erderwärmung und auch die Globalisierung der Grund dafür, dass sich das Wetter verändert und so zum Beispiel die Mückenart »Aedes Albopictus« aus Asien, nach Deutschland eingeschleppt wurde. Denn hier herrschen im Sommer mittlerweile passende Temperaturen für diese Art. Doch diese neue Mückenart, ist ein echtes Problem, denn sie überträgt gefährliche Viren (Infos dazu auf Welt). Wir beobachten zum Beispiel auch in Südspanien (48 Grad Celsius im Juni 2017) und China Wüstenbildungen, was dann bekanntlich keinen idealen Lebensraum mehr für Mensch und Tier bietet.

Warum glauben eigentlich auch viele Politiker aus Amerika, nicht an den Klimawandel

Es gibt viele Politiker in Amerika, die nicht an den Klimawandel glauben. Vor allem bei den Republikanern (die Republikaner sind eine der zwei großen Parteien in den USA) ist diese Meinung stark vertreten. Das liegt daran, dass der Wahlkampf in den USA sehr teuer ist und die Industrie ein sehr wichtiger Spender für Geld im Wahlkampf ist. Daher ist es sinnvoll sich mit einigen großen Spendern sehr gut zustellen und bei den Republikanern ist das nun mal vor allem die Kohle- oder Waffenindustrie.

 

Der Ausstieg

Allerdings ist der Ausstieg nichts, was man einfach mal so nebenbei macht. Es dauert insgesamt 4 Jahre bis der Ausstieg vollzogen ist und dann ist auch die Amtszeit von Donald Trump vorbei. Sollte er nicht wiedergewählt werden, muss sich sein Nachfolger, also der 46. Präsident der Vereinigten Staaten, mit diesem Problem beschäftigen. Das kann natürlich heißen, dass dieser den Ausstieg noch verhindern könnte (Hoffnung). Ich persönlich halte das allerdings für unrealistisch. Denn wenn man immer nur droht und (der nächste Präsident) es dann doch nicht macht, wird man die USA nicht mehr ernst nehmen. Es wäre aber wünschenswert, wenn der nächste Präsident ein Präsident würde, der mit mehr Verstand arbeitet und so nicht sämtliche Fortschritte der USA wieder kaputt macht.

 

Ich hoffe sehr, dass dir dieser Beitrag gefallen hat, denn ich würde in Zukunft gerne öfters solche Themen ansprechen, da ich sie sehr mag und auch wichtig finde. Du kannst mir auch einen Kommentar mit deiner Meinung zu diesem Thema hinterlassen. Folge mir auch gerne auf Facebook oder Instagram und bleibe so immer auf dem Laufenden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.