Die Top-5-Fehler in der Hamsterhaltung

Ich halte schon seit einiger Zeit Hamster und habe in dieser Zeit einige typische Anfängerfehler kennengelernt. Damit dir diese Fehler nicht unterlaufen, möchte ich dir heute die Top-5-Fehler – von denen ich praktisch täglich in Hamstergruppen lese – aufzeigen. Meistens entstehen diese Irrtümer durch die falsche Beratung in Zoofachgeschäften. Kennst du noch weitere typische Fehler?  Schreib sie mir gerne in die Kommentare  🙂

5. Der Salzleckstein …

Man sieht sie auf Gehegefotos in den Facebook-Gruppen und Hamsterforen immer wieder: die Salz- und Mineralsteine. Diese Steine werden vor allem von Anfängern, die falsch beraten wurden, gekauft. Man denkt, diese Steine sind gut für Nager, es sollen ja laut Verpackung wichtige Mineralien usw. drin sein. Aber: Viel Salz ist leider, wie auch beim Menschen, überhaupt nicht gut für den Körper. Das Salz entzieht dem Körper Flüssigkeit, außerdem geht es auf die Organe.
Fazit: Du kannst dir die 2 Euro für solch Steine sparen. Das richtige Futter gibt deinem Hamster alles was er braucht, ein gutes Futter findest du zum Beispiel bei der Nagerküche.

4. Kleines Tier, kleines Gehege …

Du kennst es vielleicht aus deinem Bekanntenkreis: Dieses Argument, dass ein kleiner Hamster auch nur ein kleines Gehege braucht. Das stimmt natürlich nicht! Hamster brauchen ein Gehege mit dem Mindestmaß von 100x50x50 cm, respektive 0,5 Quadratmeter auf einer Ebene. Sie legen in der Natur viele Kilometer zurück. Halter, die ihre Hamster in kleineren Gehegen halten, sagen oft, dass sich ihr Hamster auch in dem kleinen Gehege wohlfühlt, aber woran erkennen sie das?
Ein Beispiel: Bekannte aus China halten ihre Hamster auf 40×30 cm oder auch 50×40 cm. Auch diese Halter sagen, dass ihr Hamster sich wohl fühlt. In Asien ist die Haltung einfach noch nicht so weit wie bei uns und für diese Menschen sind kleine Gehege völlig normal.
Was ich damit sagen möchte: Man kann mit seinem Hamster nicht sprechen und das »Wohlfühlen« empfindest jeder so, wie er es sich vorstellt. Doch ich bin mir sicher, jedem Hamster wird es in einem großen Gehege besser gefallen, als in einem kleinen Schuhkarton.

3. Bälle für Hamster …

Man kennt diese Bälle auch unter dem Namen Joggingbälle. Diese kommen eigentlich aus den Vereinigten Staaten und England und sind dazu gedacht, dass sich der Hamster frei in der Wohnung bewegen kann. Aber diese Bälle sind nur Stress für deinen Hamster, denn er kann ja nicht entscheiden, ob er in diesem Ball bleiben oder lieber raus möchte, da der Ball verschlossen ist. Wenn der Hamster darin läuft, kann er auch nicht bremsen und wird daher gegen Wände oder auch Möbel knallen. Dieses hat zur Folge, dass sich dein Hamster ständig erschrickt und er kann sich auch schwer verletzten dabei.
Fazit: Dieses Spielzeug ist überhaupt nicht für dein Hamster geeignet. Auch der Tierschutz hat dieses »Spielzeug« als tierschutzwidrig eingestuft.

2. Das Gehege regelmäßig sauber machen …

… ist bei vielen  anderen Haustieren normal, doch Hamster bilden da eine Ausnahme. Der Vorteil in der Hamsterhaltung ist ganz klar, dass man das Gehege eben nicht regelmäßig saubermachen muss. Das liegt daran, dass Hamster wie auch in der Natur Gänge in der Einstreu buddeln, diese würdest du bei einer regelmäßigen Reinigung immer wieder zerstören. Dazu kommt auch, dass Hamster ihre Hinterlassenschaften zur Orientierung nutzen, was du ihm ebenfalls ständig weg nehmen würdest. Bedeutet: Der Hamster steht nach jeder grossen Reinigung unter riesigem Stress.
Fazit: Du solltest nur im falle eines Todes oder eines Parasitenbefalls die komplette Einstreu wechseln, im Normalfall reicht es, nur die Pipi-Ecke sauberzumachen.

1.  Wenig Einstreu …

Der Grund, dass Hamster oft in wenig  Streu leben, kommt wahrscheinlich daher, dass die kleinen Nager oft in Käfigen gehalten werden. Diese Käfige haben aber nur eine recht flache Bodenschale, daher passt meistens auch nicht sonderlich viel Einstreu rein. Nun leben Hamster in der Natur aber einen halben Meter oder mehr unter der Erde, was man auch in der Heimtierhaltung beachten sollte. Daher solltest du einem Zwerghamster mindestens 15–20 cm und einem Mittelhamster (Gold-/Teddyhamster) mindestens 25–30 cm Streu anbieten.
Fazit: Hamster sind Bodenbewohner und leben in unterirdischen Bauten, deswegen brauchen sie immer genügend tiefe Einstreu.

Sollte dir dieser Beitrag gefallen haben, würde ich mich freuen, wenn du ihn mit deinen Freunden teilst. Du findest Little Paw auch auf Facebook und Instagram. Ich würde mich dort über ein Like sehr freuen. Vielen Dank fürs lesen und bis bald 🙂

1 thought on “Die Top-5-Fehler in der Hamsterhaltung

  1. interessanter Beitrag ! =)
    Die Haltungsbedingungen werden leider von vielen missachtet – Bekannte hatten selbst Hamster, die auf äußerst geringem Platz leben mussten :/ die Tierchen taten mir leid…
    lg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.